Womit IT-Experten punkten: Die Top 5 der IT-Skills

Bluelight Technik

Freie Berufe boomen. Immer mehr Menschen aus fast allen Branchen entscheiden sich für den Schritt in die Selbständigkeit. Wenn man es richtig macht, sind die Vorteile groß. Allerdings ist Freiberufler nicht gleich Freiberufler. Der Online Work Report 2014 des Freelancer-Portals Elance-oDesk zeigt: IT-Experten sind mit Abstand die begehrtesten.

64 Prozent aller gebuchten Freelancer kommen aus diesem Bereich. Aber auch als IT-Spezialist sollte man sich nicht zu sehr auf seinen IT-Skills ausruhen. Manche Fähigkeiten helfen dabei, langfristig gefragt zu bleiben. Hier ein Überblick:

1. Scrum, Kanban & Co. – Methoden für agiles Projektmanagement

Programmieren können viele. Wer dazu noch weiß, wie man Projekte effizient managt, hat bei potentiellen Kunden ein zusätzliches Ass im Ärmel. Besonders agile Methoden wie Scrum und Kanban sind aktuell sehr gefragt. Sie helfen dabei, IT-Projekte wesentlich schneller und sicherer abzuwickeln als durch klassisches Projektmanagement. Statt zu Beginn einen starren Projektplan festzulegen, der auf Biegen und Brechen abgearbeitet wird, setzen agile Methoden darauf, Projekte schrittweise und zyklisch mit einem interdisziplinären Team zu entwickeln. Eine gut durchdachte Priorisierung und die Selbstorganisation des Teams reduzieren den Abstimmungsaufwand und erhöhen die Flexibilität, sodass Kundenwünsche schneller umgesetzt werden. Sowohl Freelancer, die mit neuen Projekt-Kollegen arbeiten, als auch Auftraggeber profitieren von besserer Übersicht. Solches Methodenwissen sollten Freelancer also unbedingt mitbringen. Sie haben zudem mit höherer Effizienz ein gutes Argument bei der Beauftragung und Honorarverhandlungen.

2. Orientierung und Unterstützung für alle Projektmitarbeiter

IT-Freelancer sind Dienstleister. Sie müssen die Wünsche des Kunden umsetzen und dabei darauf achten, einen wirtschaftliche Mehrwert für diesen zu schaffen. Dafür gibt es mit der IT Infrastructure Library (ITIL) eine sehr nützliche Sammlung aus Best Practice-Beispielen zur Umsetzung eines IT-Service-Managements. Es umfasst die Bereiche Planung, Erbringung, Unterstützung und Effizienz-Optimierung aus Sicht des Nutzens für den Auftraggeber. Für ITIL können sich IT-Profis zertifizieren lassen. Wenn man diese zusätzliche Qualifikation nachweisen kann, hat man bei Honorarverhandlungen gute Karten.

Wer neu im Projektmanagement ist, schafft am leichtesten den Einstieg über das Project Management Office (PMO). In dieser Funktion leisten Mitarbeiter operative Unterstützung von Projekten und Projektbeteiligten. Je nach Ausgestaltung des PMO können sehr verantwortungsvolle Aufgaben in diesen Bereich fallen. So lernt man schnell Prozesse und Abläufe kennen, sammelt Erfahrung und empfiehlt sich für höhere Aufgaben. Neben einer strukturierten Arbeitsweise sind Office-Kenntnisse, besonders Excel und Power Point, und die Beherrschung eines Projektmanagementtools wichtig für die Mitarbeit im PMO.

3. Durchblick in der Datenflut

„Business Intelligence“ wird immer wichtiger. Unabhängig von Branche und Größe wollen Unternehmen mehr Nutzen aus ihren Kundendaten ziehen und setzen auf die systematische Analyse elektronischer Daten. Software-Lösungen dafür gibt es viele, von Anbietern wie IBM, SAS, Oracle oder Microsoft. Noch begehrter sind Spezialisten, die mit der Flut an „Big Data“ umzugehen wissen. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen Lebens werden digitalisiert, und Unternehmen suchen einen Weg, die so gewonnenen Daten zu verwalten und zu analysieren. Experten mit Know-how in diesem Bereich werden also heute wie morgen gefragt sein.

4. Die Klassiker

Manche Dinge kommen nie aus der Mode: SAP-Experten sind nach wie vor gefragt. Das Geschäft des Software-Riesen boomt bereits seit Jahren, und der Bedarf an Freelancern mit SAP-Kenntnissen ist ungebrochen. Wichtig ist allerdings, sich nicht auf der eigenen Erfahrung auszuruhen. Um auch mit neu eingeführten Modulen umgehen zu können, sollten sich Experten kontinuierlich weiterbilden. Dafür winken saftige Honorare: Häufig sind 100 Euro pro Stunde oder mehr drin. Auch IT-Profis, die gute Kenntnisse von Oracle-Datenbanken mitbringen, haben ähnlich gute Karten.

5. Flexibilität ist Trumpf

Oft verlassen sich Freiberufler aus dem IT-Bereich auf ihre guten Programmierfähigkeiten oder Systemkenntnisse, wenn sie sich um einen Projekteinsatz bewerben. Das ist zu kurz gedacht, denn Freelancer brauchen neben fachlichen Qualifikationen zunehmend weitere Kompetenzen, etwa in der Beratung. Wer in Projekten auf immer neue Menschen trifft, muss sich schnell auf diese einstellen können. Man sollte in der Lage sein, Meinungsführer zu identifizieren und von seinem Konzept zu überzeugen. Zudem erfordert die freie Arbeit die Bereitschaft, sich schnell an wechselnde Rahmenbedingungen anzupassen. In einem mittelständischen Unternehmen etwa sind Unternehmenskultur, Prozesse und Strukturen völlig anders als in einer international aufgestellten Bank. Freiberufler, die in beiden Segmenten tätig sein wollen, müssen sich da schnell hineindenken. Wer hingegen über eine eher unflexible Persönlichkeit verfügt, wird es als Freelancer schwer haben.

Zusammenfassung der IT Skills

  1. Scrum, Kanban & Co. – Methoden für agiles Projektmanagement
  2. Orientierung und Unterstützung für alle Projektmitarbeiter
  3. Durchblick in der Datenflut
  4. Die Klassiker, zum Beispiel SAP-Kenntnisse
  5. Fachübergreifende Kompetenzen

Grundsätzlich gilt: Erfahrung ist Gold wert. Wer schon einmal in Bereichen gearbeitet hat, die für ein Projekt relevant sind, hat gute Karten für den Zuschlag.

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