Nachhaltig studieren ! Ohne Kosten zum umweltfreundlichen Studium ✿

grüner wald

Um als Studierender etwas für die Umwelt und die nachfolgenden Generationen zu tun, musst Du Dich nicht unbedingt für Umweltingenieurwissenschaften oder Biotechnologie einschreiben. Viel bewegen kannst Du bereits mit kleinen Schritten und anderen Gewohnheiten und musst dabei noch nicht einmal Dein bisheriges Leben vollkommen umkrempeln. Nachfolgend haben wir ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, die Dein Studium und Deinen Alltag erheblich nachhaltiger und umweltfreundlicher gestalten.

Kampf gegen die Papierverschwendung

Leider konnte sich das bereits vor Jahren propagierte Ideal des papierlosen Büros immer noch nicht komplett durchsetzen – vom papierlosen Studium ganz zu schweigen. Immerhin verfolgen einige Unis und Fachhochschulen bereits sehr ambitionierte Ansätze, um der täglichen Papierflut wenigstens einigermaßen Herr zu werden. Diese Initiativen kannst Du aktiv unterstützen, indem Du bei jeder Vorlesung, die noch nicht ohne kopierte Unterlagen auskommt, darauf hinweist, dass es doch auch nachhaltiger geht.

Zugegeben: Das Lesen und Blättern in Büchern fällt vielen Studierenden immer noch leichter als das Hin- und Herwischen auf Tablets oder das Scrollen auf Desktop- oder Laptop-Computern. Wenn man sich aber einmal bewusst macht, welche Ressourcen verschwendet werden, um eine DIN-A4-Seite mit Text zu bedrucken, gelingt die Umgewöhnung vielleicht doch ein wenig schneller. Tatsächlich kannst Du Literatur und andere Quellen auch viel einfacher strukturieren und ordnen, wenn Du sie in digitaler Form sammelst. Du kannst bereits während der Vorlesung damit beginnen und Deine Notizen ausschließlich digital sichern:

 

Günstige Studententablets als Alternative zu Papier

  • Für Notizen und Datenerfassung

Es muss ja nicht immer das neuste Apple iPad Pro sein – für das Festhalten von Notizen reichen bereits sehr günstige Android-Tablets in Verbindung mit einem digitalen Stift und einer Schrifterkennungs-App vollkommen aus. Diese Kombi spart Dir sogar noch das Abtippen Deiner handschriftlichen Ergänzungen und sorgt dafür, dass Dir keine wichtigen Infos "durch die Lappen gehen", wenn Du die Daten sofort nach der Vorlesung mit Deinem Cloud-Speicher synchronisierst. Rein digital vorliegende Dokumente bieten zudem die Möglichkeit, gemeinsam bearbeitet und ergänzt zu werden. Das ist sinnvoll und hilfreich bei Gruppenarbeiten.

 

  • Für Aufbereitung und Lernen

Hast Du sowohl die Primär-Literatur als auch Deine Notizen und Anmerkungen in digitaler Form vorliegen, reduziert sich der Aufwand für die Lern-Vorbereitung erheblich. Du kannst die Ober-Themen und "Lernhappen" exakt auf Deine persönlichen Gewohnheiten abstimmen und musst nicht immer mehrere Ordner oder dicke Fachbücher mit Dir herumschleppen. Auf der Zugfahrt nach Hause, im Uni-Park oder zwischendurch im Café zückst Du einfach Dein handliches Tablet und arbeitest den jeweils anfallenden Lernstoff durch. Weiterhin hast Du die Möglichkeit, die Lektionen auch als Audio-Dokument einzusprechen und Dir immer wieder über Kopfhörer anzuhören und zu verinnerlichen. Digitale Medien sprechen eben wesentlich mehr Lerntypen an als die nur in Schriftform vorhandene analoge Fachliteratur.

 

  • Für Haus- und Prüfungsarbeiten

Schlussendlich wirst Du nicht nur die regelmäßig anfallenden Hausarbeiten, sondern natürlich auch die finale Prüfung komplett digital erstellen. Aber auch für diese schreibintensive Arbeit eignen sich günstige Studententablets dank der optional erhältlichen Tastaturen, die auch oft als Schutzhülle dienen. Im Gegensatz zu einem Laptop halten die Tablet-Akkus wesentlich länger und die kompakten, günstigen Devices benötigen auch nicht so viel Platz.

Wenn Du bereits diese studiumspezifischen Tätigkeiten weitestgehend digital und papierlos erledigst, ist schon viel gewonnen. Richtest Du aber auch noch Deinen Alltag und Deine Freizeit auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit aus, kannst Du noch mehr erreichen:

 

Mit dem Fahrrad zur Uni

Dieser Tipp erscheint Dir eventuell zu banal oder abgedroschen, nichtsdestotrotz stellt das Fahrrad immer noch das flexibelste und umweltschonendste Verkehrsmittel dar. Du bist wesentlich schneller unterwegs als zu Fuß, aber auch nicht abhängig von ÖPNV-Fahrplänen oder möglichen Streiks.

Mit dem Auto kommst Du noch schlechter voran, benötigst immer einen Parkplatz (die sind an den Unis meist knapp) und musst einen nicht unerheblichen Anteil deines Monats-Budget für Treibstoff, Unterhalt, Steuern und Versicherungen abzweigen. Gerade in dichtbesiedelten Großstädten wie München, Hamburg oder Berlin kommt man mit dem Rad immer noch am einfachsten durch das tägliche Verkehrschaos und spart sich gleichzeitig das Gedränge in den überfüllten Bussen oder Bahnen. Natürlich setzt Du Dich beim Biken den Gefahren des Verkehrs und den Unbilden der Witterung aus. Glücklicherweise bauen mittlerweile gerade die Uni-Städte gezielt die Velo-Routen mit Fokus auf Sicherheit und Bandbreite aus.

 

Nachhaltig und bewusst konsumieren

Natürlich musst Du nicht wie ein Eremit leben, kannst aber auch schon als Studierender Deine Macht als Konsument einsetzen, um den schlimmsten Auswüchsen unserer Konsumgesellschaft entgegenzuwirken. Dabei sparst Du auch noch bares Geld, dass Du für wichtigere Dinge zurücklegen oder ausgeben kannst. Eine der einfachsten Möglichkeiten besteht darin, auf Convenience Food zu verzichten und möglichst nur frische Lebensmittel aus der Region einzukaufen. Ob Du dabei einen vegetarischen oder veganen Speiseplan verfolgst, oder auch weiterhin nicht auf Fisch, Fleisch und andere tierische Produkte verzichten willst, bleibt natürlich vollkommen Dir überlassen.

Die Vorproduktion von Gerichten, die einfach nur noch aufgewärmt werden müssen, beansprucht sehr viel Energie, gleichzeitig ernährst Du Dich wesentlich gesünder, wenn Du Dir dein Essen frisch zubereitest. Achte dabei auch auf die Herkunft. Wenn ein Körbchen Himbeeren auf dem Weg in den Supermarkt mehr Flugmeilen zurücklegen musste, als Du in 10 Jahren zusammenbekommst, wäre der geringe Aufpreis für regionale Produkte das weitaus kleinere Übel.

Auch und gerade im Fashion-Bereich hat die Kauf- und-Wegwerf-Frequenz erheblich zugenommen. Viele Bekleidungs-Discounter wechseln bereits wöchentlich ihr Sortiment und "werfen die Ware aus der Vorwoche zu Preisen auf den Markt, die teilweise unter den Produktionskosten liegen. Wer aus diesem Konsum-Karussell ausbrechen möchte, besorgt sich einen Grundstock an zeitlosen, qualitativ hochwertigen Basics – vielleicht auch ausschließlich in Second-Hand-Läden und freut sich über das eingesparte Geld und die positiven Auswirkungen auf die Natur. Immer beliebter werden auch Tausch-Ringe, die alle möglichen Produkte und Artikel des täglichen Lebens umfassen oder sich nur auf Bekleidung oder Literatur beschränken können.

Weitergehend gibt es immer mehr Apps, mit denen Du übrig gebliebenes Essen aus Restaurants oder aus Supermärkten „retten“ kannst. Ein Beispiel hierfür ist „Too good too go“. Diese App fokussiert sich darauf, kurz vor Ladenschluss Resteboxen zum kleinen Preis zu verkaufen. Selbstverständlich kannst Du auch Deine eigene Dose mitbringen – das spart zusätzlich noch Verpackungsmüll! Mit Dienstleistungen, wie „Sir plus“ oder „Etepetete“ kannst Du Lebensmittel (vor allem Bio), kannst du Lebensmittel kaufen, die äußerlich entweder nicht dem verkaufbaren Standard entsprechen oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben.

 

 

Reisen wieder als Erlebnis sehen

Der Flugverkehr nimmt immer weiter zu, fast täglich wird in irgendeiner Hafenstadt wieder ein größerer Kreuzfahrtriese getauft. Dabei wird das "Reisen" vom einstigen Haupterlebnis immer weiter auf ein reines "Hinkommen" reduziert.

Vielleicht steht der Erlebnis- und Erholungswert einer Fahrradtour durch die weitere Umgebung hinter dem Intensiv-Relaxing am Stammstrand ja gar nicht so sehr zurück? Und selbst wenn Du eine Auslandsreise planst, geht dieses deutlich umweltfreundlicher: Nutze Bus oder Zug so oft und weit es geht, um Dein Urlaubsziel zu erreichen. Wenn Du mit dem Auto fährst, dann versuche Mitfahrgelegenheiten anzubieten oder Dir selbst eine zu suchen. So teilen sich die Emissionen der Reise auf mehrere Leute auf. Muss es unbedingt eine Flugreise sein, dann kannst Du eine umweltbewusste Fluggesellschaft (z.B. über MyClimate.org oder atmosfair) wählen. Diese investieren einen Teil der Erlöse an umweltfördernde Projekte.

Bei der Wahl Deiner Unterkunft solltest Du entweder drauf achten, dass diese ein Umweltzertifikat besitzt oder Du mietest Dir ein privates Zimmer in der Wohnung einer anderen Person (AirBnB). Eine weitere Möglichkeit ist natürlich auch das Camping bzw. die Reise mit dem Rucksack. So bist Du der Natur meistens sowieso am nächsten und kannst deine Urlaubsdestination gänzlich entdecken!

 

Fazit

Auch und gerade als Studierender kannst Du Deinen ökologischen Fußabdruck schon mit einfachen Maßnahmen wesentlich nachhaltiger gestalten. Die Umwelt, nachfolgende Generationen und zukünftige Studierende werden es Dir danken.

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