4 Nützliche Aktivitäten, mit denen Du in Deinen Semesterferien etwas Gutes tun kannst

Endlich! Das Semester neigt sich dem Ende zu, Du freust Dich bereits auf die verdienten Semesterferien. Nachdem Du die ersten 1 oder 2 Wochen lange ausgeschlafen und Dich um Angelegenheiten gekümmert hast, die während des Semesters liegengeblieben sind, überlegst Du Dir, wie Du die restlichen Wochen sinnvoll verbringen willst. Warum nicht ehrenamtlich tätig sein, was Gutes tun und dabei noch ein wenig Geld verdienen?

Eigentlich gibt es ja überhaupt keine Semesterferien mehr – die Formulierung "Vorlesungsfreie Zeit" dient auch dazu, dass sich die Studierenden nicht für ca. 2 Monate geistig komplett vom Studium verabschieden. Nichtsdestotrotz hast Du Dir natürlich auch Ruhe und Entspannung verdient. Andererseits könntest Du zum Semesterbeginn Wiedereingewöhnungsprobleme bekommen, wenn Du während der gesamten vorlesungsfreien Zeit keinem festen Tagesablauf nachgehst und Deinen Biorhythmus vollkommen auf den Kopf stellt. Eine probate Möglichkeit, etwas gegen die drohende Langeweile zu unternehmen, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen und dabei auch das monatliche Finanzbudget ein wenig aufzustocken, stellt die Aufnahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit dar. Welche Möglichkeiten sich Dir grundsätzlich bieten und wie auch noch Dein Studium davon profitieren kann, erfährst Du hier:

 

Rettungsdienst, Sanitätsdienst oder Katastrophenschutz

Zugegeben: Die Arbeit als Rettungssanitäter/in erfordert nicht nur eine sorgfältige Ausbildung, sondern auch mentale Stabilität. Wenn beide Voraussetzungen für Dich aber kein Problem darstellen und es Dir sogar noch Freude und Erfüllung bereitet, Menschen zu helfen, dann wäre ein Engagement beim Roten Kreuz, den Maltesern, Johannitern oder dem ASB genau das Richtige für Dich. Besonders sinnvoll stellt sich eine ehrenamtliche Tätigkeit im Rettungs-/Sanitätsdienst natürlich dar, wenn Dein Studienschwerpunkt auch im medizinischen Bereich liegt. Hier hast Du die Chance, die sehr komplexe Theorie durch praktische Erfahrungen zu ergänzen und zu unterfüttern. Nach dem Studium und/oder der Promotion startest Du direkt mit einem echten Vorsprung in den Beruf und weißt zudem ziemlich genau, was Dich erwartet. Interessierst Du Dich hingegen mehr für den Katastrophenschutz, kann die Beschäftigung mit der speziellen Technik der modern ausgestatteten Hilfsorganisationen Dir auch im Rahmen eines Ingenieursstudium Vorteile bringen.

Ohne Frage hilft Dir die Erwähnung Deines ehrenamtlichen Engagements im Lebenslauf, zeigt, dass Du willens und fähig bist, Verantwortung für Dich und Deine Mitmenschen zu übernehmen und dass Du auch gut mit stressigen und eventuell auch traumatischen Situationen zurechtkommst. Einen groben Überblick der für Dich interessanten Organisationen findest Du auf der Web-Präsenz des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

 

Seniorenbetreuung

Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland nimmt der Bevölkerungsanteil älterer Menschen immer mehr zu, viele Senioren leben mittlerweile vollkommen isoliert und getrennt von ihrer Familie. Damit ältere Menschen, die sich immer noch gut selbst versorgen können – aber auch Bewohner von Seniorenwohnanlagen und Pflegeeinrichtungen – nicht vereinsamen, unterhalten karitative Organisationen in allen Bundesländern und sehr vielen Gemeinden, Besuchs- und Begleitdienste. Diese Betreuungsangebote wären ohne das Engagement von ehrenamtlichen Helfern schlichtweg nicht durchführ- und finanzierbar. Falls Du den Austausch mit der älteren Generation schätzt und Dich für die oftmals sehr spannenden Lebensgeschichten interessierst, wäre dieses Ehrenamt sicherlich was für Dich. Gerade wenn Du Dich für eine Fachrichtung entscheiden hast, die im Bereich Pflege, Medizin   oder Sozialwissenschaften liegt – aber auch, wenn Du zum Beispiel Geschichte mit dem Schwerpunkt auf dem letzten Jahrhundert studierst, kannst Du sicherlich einige Aspekte mit „nach Hause“ nehmen.  Auch hier eignest Du Dir Softskills an oder vertiefst Fähigkeiten und Talente, die HR-Verantwortliche später sehr zu schätzen wissen. Eine bundesländerübergreifende Übersicht entsprechender Angebote findest Du beim DRK, wenn Du eher andere Organisationen bevorzugst, kannst Du einfach den jeweiligen Namen, das Bundesland und die Begriffe "Besuchsdienst" oder "Begleitdienst" eingeben.

 

Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe & Familienarbeit

Natürlich benötigen viele Menschen auch schon vor dem Seniorenalter Unterstützung. Die Spanne reicht von Kleinkindern und Babys, über Kinder und Jugendliche bis hin zu ganzen Familien. Auch die Bandbreite der Tätigkeiten, die Du ehrenamtlich in der Kinder- und Familienarbeit übernehmen kannst, ist enorm. Du kannst Dich in Kinderhäusern engagieren und direkt mit Kindern arbeiten, die aus unterschiedlichsten Gründen Unterstützung, Betreuung oder Zuspruch benötigen, administrative Aufgaben in der Verwaltung übernehmen, Dich in der Lobby-Arbeit engagieren oder auch ganz konkrete Hilfe bei der Hausaufgabenbetreuung leisten. Wie, wo und wann Du welches Engagement einbringen kannst, findest Du zum Einen auf der Webseite des Deutschen Kinderschutzbunds (DKSB) oder Du gibst ebenfalls die von Dir  gesuchte Tätigkeit und das entsprechend Bundesland in das Suchfeld Deiner präferierten Suchmaschine ein. Insbesondere Studenten aus den Fachbereichen Sozialpädagogik oder Theologie interessieren sich für diese Tätigkeiten, denen man gerade in den Semesterferien sehr intensiv nachgehen kann. Natürlich gilt auch für dieses Engagement, dass Du Dich im Bereich der sozialen Softskills enorm weiterentwickelst und viel für Dein Leben lernen kannst.

 

Freiwillige Feuerwehr

Die Aufgaben der Feuerwehren überschneiden sich teilweise mit denen anderer Hilfsorganisationen. Brandbekämpfung und technische Unterstützung bei Unfällen, die nicht das Ausmaß einer echten Katastrophe haben, fallen aber üblicherweise ausschließlich in die Verantwortung der Freiwilligen Feuerwehren. Es gibt 2074 Städte in Deutschland – aber nur knapp über 100 unterhalten auch eine eigene Berufsfeuerwehr. Alle anderen Gemeinden und Städte zählen in Punkto abwehrender Brandschutz und allgemeine Hilfeleistungen ausschließlich auf die Unterstützung freiwilliger Feuerwehrmänner und -frauen. Das zeitliche Engagement von studentischen Feuerwehrleuten beschränkt sich natürlich nicht nur auf die Semesterferien – viele Wehren in großen Uni-Städten berücksichtigen aber mittlerweile die vorlesungsfreie Zeit ihre immatrikulierten Mitglieder und bieten gezielt spezielle Kurse, Weiterbildungen oder Events an. Eine informative und motivierende Zusammenstellung der 10 besten Gründe, sich einer freiwilligen Feuerwehr anzuschließen, findest Du auf dieser Seite des Feuerwehrmagazins. Natürlich profitieren Studierende, die sich mit einer sehr technischen Fachrichtung beschäftigen, ganz besonders bei diesem Engagement. Aber auch die Bereiche Chemie, Psychologie, Medizin und natürlich der Aspekt "Führungserfahrung unter erschwerten Bedingungen" werden von diesem Ehrenamt abgedeckt. Deine zuständige Feuerwehrwache recherchiert Du ganz einfach mit dem Namen Deiner Gemeinde/Stadt und dem Begriff "Freiwillige Feuerwehr".

 

Fazit

Du siehst, es gibt etliche Gründe für ein ehrenamtliches Engagement in den Semesterferien bzw. während der vorlesungsfreien Zeit sowie viele spannende und herausfordernde Angebote in jeder Stadt und Gemeinde Deutschlands.  Jetzt liegt es an Dir, ob Du Dich für eines der aufgeführten Ehrenämter begeistern kannst.

Aber auch wenn Du Dir noch nicht ganz sicher bist, solltest Du Dir einfach mal ein paar Angebote ganz unverbindlich vor Ort anschauen. Oft kommt der Appetit ja erst beim Essen.

Für Deine Softskills lohnt sich ein Ehrenamt auf jeden Fall und kann Dir auch noch Pluspunkte bei der Bewerbung einbringen. Dieser Aspekt sollte aber nicht im Vordergrund stehen – sondern das Bedürfnis, etwas Sinnvolles zu tun, Menschen zu helfen oder sogar Leben zu retten. 

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