Wer bin ich? 5 Schritte um herauszufinden, was Du wirklich willst!

Fußabdrücke im Sand

„Warum verbringen wir so viel Zeit damit, uns auf den Zeitpunkt vorzubereiten, an dem wir tun können, was wir möchten, anstatt es sofort zu tun?“ - John StreleckyDie Frage klingt so simpel und ist dennoch mit einer der komplexesten Fragen des Lebens, auf die die meisten so schnell keine richtige Antwort finden. Wir gehen Wege und tun Dinge, „weil man das halt eben so macht“. Zur Schule gehen, ein Studium absolvieren, Auslandserfahrungen sammeln, mind. 50 Jahre arbeiten und Woche für Woche auf den wohlverdienten Urlaub fiebern. Zwischendrin konsumieren wir jede Menge Dinge, wovon wir denken, dass wir diese brauchen: Das neuste Smartphone, die neusten Sneaker oder ein überteuertes Auto. Und wofür das Ganze? Es liegt auf der Hand: Um uns zu entlohnen und zu entschädigen dafür, dass wir täglich das machen, was uns missfällt.

Letztendlich folgt das, was für viele einem Erlösungsschlag gleicht: Der Renteneintritt! „Endlich kann ich alles machen, worauf ich Lust habe“. Stellt sich die Frage, wieso wir 80% unseres Lebens darauf hinarbeiten, endlich unser Leben so zu nutzen, wie wir das eigentlich möchten. Warum nicht lieber jeden Tag so gestalten, wie er uns gefällt?

Wir wollen mit Dir gemeinsam Wege finden, um herauszufinden, wer Du bist und was Du wirklich willst.

 

Wie Du Dich selber Tag für Tag sabotierst

Schon als kleines Kind erhältst Du viele Hinweise darauf, wie Du Dein Leben am „glücklichsten“ gestalten kannst. Ein guter Schulabschluss, eine erfolgreiche Berufsausbildung, ein schneller Einstieg in das Arbeitsleben, gute Karrierechancen und ein tolles Gehalt, damit Du Dir alles (Materielle) kaufen kannst was Du möchtest. Wenn Du richtig gut in alle dem bist, findest Du auch garantiert den perfekten Partner/ die perfekte Partnerin an Deiner Seite und gründest eine glückliche Familie.

Du lernst also von Beginn an Dir für Dein Leben Regeln und Ziele zu setzen. Erst mit deren Erfüllung kannst Du glücklich sein… Kommt Dir das vielleicht bekannt vor:

  • „Erst wenn ich genug Geld verdiene, dann bin ich komplett zufrieden…“
  • „Erst wenn ich den Mann/die Frau meines Lebens finde, werde ich glücklich sein…“
  • „Erst wenn ich etwas erreicht habe, bin ich was…“

Diese Lebensregeln sabotieren Dich Tag für Tag. Es wird immer etwas Neues geben, ohne dessen Erreichen Du nicht glücklich sein kannst. Ohne dass Du es wirklich merkst, befindest Du Dich in einem ewigen Hamsterrad, auf der ewigen Suche nach Deinem Glück.

 

Warum Du Deine Berufung finden solltest

Was bedeutet Berufung für Dich? Für uns steht es für Begeisterung, Leidenschaft, Kreativität, Selbstbewusstsein, Verantwortung sowie Freiheit. Letztendlich solltest Du den Begriff aber nicht bis ins letzte Detail mystifizieren. Es geht einfach darum, auf Dein Herz zu hören, dem nachzugehen, was Dich interessiert, was Dir Spaß macht und schließlich auch dem, worin Du gut bist.

Besonders wichtig ist es deshalb, weil der Job einen riesigen Einfluss auf unser Glücksgefühl hat. Vielleicht kannst Du es selbst bereits bezeugen/nachvollziehen: Der falsche Job macht schlechte Laune und somit auch unglücklich.

Auf der anderen Seite profitierst Du von vielen Vorteilen, wenn Du Deiner Leidenschaft folgst:

  • Du bist selbstbewusster.
  • Du hast mehr Erfolg (der Dir gleichzeitig auch mehr bedeutet).
  • Du lebst erfüllter.
  • Du hast eine bessere Beziehung zu Dir selbst (Selbstliebe).
  • Du bist stolz auf das, was du machst.
  • Es fühlt sich nicht wie herkömmliche Arbeit an.

Wichtig: Die eigene Berufung ist nicht die Lösung für alles und bedeutet auch nicht, dass Du mit der nächsten Sekunde völlig glücklich und sorgenfrei bist. Es gibt jede Menge Menschen, die zufrieden sind mit ihrer täglichen Arbeit und Art und Weise das Leben zu leben. Es geht hier darum, die inneren Blockaden in Deinem Bewusstsein zu lösen und Dich selbst herauszufordern.

Trotz alledem möchten wir Dir ein paar Tipps geben, wie Du Dich selber besser kennenlernen kannst.

 

1. Selbstfindung ist ein Prozess

Zunächst solltest Du Dir im Klaren sein, dass die Selbstfindung nicht innerhalb von einer Woche abgeschlossen ist. Besonders dann, wenn Du in Deinem Alltag total gestresst und überfordert bist, wird es schwer, Dich mit Dir selbst auseinander zu setzen. Um Deine Leidenschaft zu finden, benötigst Du Zeit und die richtige emotionale Entspannung.

Ein Tipp: Leg Dich nicht auf diese ganzen Begriffe, wie „Berufung“, „Leidenschaft“ & co. fest. Du musst Dich auf nichts festlegen – es geht darum, Dich selbst besser kennenzulernen.

 

2. Wer bist Du und wer willst Du sein

Das Ziel dieser Auseinandersetzung ist, dass Du Dir Deiner selbst bewusst bist. Eine wichtige Frage hierzu lautet (sei ehrlich zu Dir selbst): Wie viel Zeit widmest Du Dir selbst? Wann denkst Du über Dich und Deine Ziele nach? Über Deine Werte und Prinzipien, über Deine Visionen, über Dein großes „Warum bin ich hier?“. Die wenigsten Menschen können überhaupt eine dieser Fragen beantworten. Es ist Zeit, Dein eigener Experte zu werden.

 

3. Sei Dir selbst am nächsten

Ein entscheidender Faktor bei der Selbstfindung ist, dass Du auf Dein Bauchgefühl hörst. Du musst lernen zwischen kurzfristigen (Gefühls-) Impulsen und dem konsistenten inneren Kompass zu unterscheiden. Hast Du gelernt auf Dein Bauchgefühl zu hören, triffst Du kaum bis gar keine impulsiven Entscheidungen mehr.

 

4. Entferne Dich von fixen Vorstellungen und lass Flexibilität einziehen

Viele Menschen behaupten von sich, sie seien absolut flexibel und spontan – doch stimmt das wirklich? Wenn Dir heute jemand die Möglichkeit geben würde mit einem Rucksack nach Australien zu fliegen, ohne das Du weißt was dort auf Dich wartet, würdest Du es wagen? Die Antwort lautet bei den Meisten „nein“. Natürlich ist das jetzt ein relativ extremes Beispiel – wir möchten Dir nur mitgeben, dass sich das Leben verändert. Jeden Tag! Und genau deswegen veränderst Du Dich auch. Das leben wird immer jede Menge Herausforderungen für Dich bereit haben. Es ist reine Einstellungssache, wie Du diese Hürden bewältigen möchtest.

 

5. Lass das was andere sagen hinter dir

Der beste Hinweis dafür, dass Du Dich auf dem richtigen Weg befindest liegt meist dann vor, wenn Du von anderen belächelt wirst. Du solltest Dir im Klaren sein, dass Du auf Deinem Weg vielen Kritikern und Pessimisten begegnen wirst. Nimm es ihnen nicht übel, nicht jeder erfährt leider das Glück, über solche Themen nachzudenken und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Was Du dagegen machen kannst? Nichts. Akzeptiere die Situation und nimm es Dir nicht zu Herzen. Es gehört nicht zu Deinen Aufgaben, es allen recht zu machen (zumal das auch gar nicht möglich ist). Geh Deinen Weg und lass die anderen hinter dir reden!

 

Dein perfekter Tag!

Um Deinen perfekten Tag zu definieren und kreieren, kann es helfen eine kleine Matrix anzufertigen. Dabei soll es um alle Dinge und Tätigkeiten gehen, die du gerne tust. Fülle die Tabelle aus und lass dich überraschen, wie Dein Ergebnis ausfällt:

Finde 20 Dinge, die Du magst…

Sobald Du diese Tabelle ausgefüllt hast, bekommst Du einen guten Überblick darüber, wie oft Du den Dingen nachgehst, die Dir Freude bereiten. Wichtig dabei ist, dass Du besonders die Tätigkeiten, die Du alleine ausführst, besonders in Augenschein nimmst. Überrascht wie selten Du Dinge spontan machst?

Als nächstes planen wir Deinen perfekten Tag. Nimm Dir Stift und Papier zur Hand und fang mit dem Träumen an – träumen im Sinne von: So sieht mein perfekter Tag aus. Dabei ist es wichtig, dass Du Dir eine Situation vorstellst, wie Du Dir Deinen Alltag wünschen würdest. Was tust Du als erstes am Morgen? Was frühstückst Du? Was ziehst Du an? Wo befindest Du Dich? Bei dieser Traumfixierung ist es gut, wenn Du Dir diese 3 Kategorien im Kopf behältst: Was, Wer und Wo.

Wenn Du Deinen Traumtag durchgegangen bist, geht es damit weiter, die wichtigsten Dinge herauszufiltern:

1. Welche Elemente in jeder der drei Kategorien sind für Dich unverzichtbar?

2. Welche Elemente sind nicht essentiell wichtig, aber wünschenswert?

3. Welche Elemente sind nur schöne Ergänzungen, ohne die Du trotzdem glücklich sein könntest?

Auch hier bietet es sich an, wenn Du eine kleine Tabelle aufstellst.

Diese Tabelle hilft Dir dabei, Deine Prioritäten für Dein perfektes Leben zu setzen. Wir glauben fest daran, dass Du all diese Dinge, samt der Ergänzungen, erreichen kannst.

Als nächstes solltest Du überlegen, welche der oben genannten Dinge schon teil Deines Lebens sind und welche Dir auf jeden Fall noch fehlen.

Nach dieser Übung kannst du Phantasie und Realität gegenüberstellen und miteinander vergleichen. Egal wie dieser Vergleich ausgeht, eins ist sicher: Du weißt genau was Du willst/brauchst und woran Du als erstes arbeiten kannst.

Die letzte Frage für Dich: Was steht Dir im Weg, weswegen Du morgen nicht den Tag leben kannst, den Du Dir wünschst? Welche Probleme/ Hindernisse musst Du überwinden?

Wieder solltest Du Dir ein Papier zur Hand nehmen und alle Probleme sowie Hindernisse dort aufzählen. Sei es fehlendes Geld, fehlender Mut oder zu wenig Unterstützung – Es gibt nichts, dass Du nicht bewältigen kannst. Ordne die Probleme Deinen Zielen zu und gehe sie nach und nach an. Ein Beispiel:

Problem: Das nötige Geld fehlt, um ein Haus am See zu kaufen.

Ursache für das Problem: Im aktuellen Job verdiene ich nicht genug und es gibt keine ausreichenden Aufstiegsmöglichkeiten.

Lösungen für das Problem: Kommt ein Jobwechsel in Betracht zu einem anderen Unternehmen, dass Dir mehr zahlt und die Karrierechancen besser sind? Kommt ein Berufswechsel in Frage, bei dem Du Deine Fähigkeiten und Interessen besser einsetzen kannst, um letztendlich motivierter bei der Arbeit zu sein und so bessere Karrierechancen hast? Fehlen Dir nötige Kenntnisse für einen Aufstieg, dann solltest Du Dich weiterbilden.

Wie Du siehst, musst Du jedes Problem auf seine Ursachen untersuchen und herausfinden, wie Du diese Ursache an der Wurzel packen kannst. Es ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen stattfindet und auch mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann. Doch eines solltest Du Dir immer vor Augen führen: All diese Dinge, die Du dann unternimmst, tust Du für Deinen perfekten Tag.

Wirf einen Blick auf die Biografien von erfolgreichen Menschen, die Dich beeindrucken. Du wirst feststellen, dass bei Ihnen ebenfalls nichts glatt lief und sie mit jeder Menge Tiefpunkten zu kämpfen hatten. Nimm diese Tiefpunkte und die damit einhergehende schlechte Laune nicht als einen Anlass, um das Handtuch zu werfen. Du darfst dich aufregen, beklagen und jammern. Was Du aber nicht darfst, ist aufgeben. Irgendwann wirst Du einsehen, dass:

„Erfolg hängt nicht davon ab, wie man sich fühlt. Feier Deine schlechte Laune, applaudiere Deinen negativen Gedanken. Und dann: Krempel Deine Ärmel hoch und mach Dich an die Arbeit!“.

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