Prüfungen, Arbeiten, Überleben? Tipps wie Du Dein Studium genießt!

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Unabhängig davon, für welche Fachrichtung Du Dich entschieden hast – Dein Studium beansprucht im Vergleich zur Schulzeit deutlich mehr Disziplin, Zeit und Mühe. Kommt dann auch noch erschwerend hinzu, dass Du Dich in einer fremden Uni-Stadt erst einmal einleben musst, kann sich schnell Frust und Enttäuschung breit machen. Um das zu verhindern, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, damit Du auch bei einer anspruchsvollen Fachrichtung und neuen Umgebungen den Spaß am Studentenleben nicht verlierst.

Viele frisch immatrikulierte Studierende fühlen sich – insbesondere an Studienstandorten jenseits des bisherigen Wohnorts– angesichts der neuen Anforderungen, ungewohnten Pflichten und Deadlines schnell überfordert. Sobald dann die ersten Arbeiten und Prüfungen anstehen, verlieren manche komplett den Boden unter den Füßen und überlegen, ihr Studium lieber komplett abzubrechen (was nur unter ganz bestimmten Umständen eine Option sein sollte). Dabei kann man es sich von Anfang an deutlich leichter und angenehmer machen. Auch musst Du in einer komplett fremden Umgebung nicht auf die Unterstützung anderer Menschen verzichten, wenn Du Dich rechtzeitig um ein paar Dinge kümmerst:

 

Erfolgreiches Zeitmanagement beginnt im Kleinen

Fang' möglichst frühzeitig damit an, Dir wichtige Termine in einen analogen oder digitalen Kalender einzutragen – und zwar direkt, nachdem sie Dir mitgeteilt wurden. Trage dafür immer ein Notizbuch oder einen Taschenkalender mit Dir herum – oder notiere Dir die Daten im Kalender Deines Smartphones. Ein digitaler Kalender hat den Vorteil, dass Du Dir Erinnerungen einstellen und wiederkehrende Termine sehr einfach einrichten kannst. Aus diesem ersten "Termin-Gitter" ergeben sich dann die entsprechenden Vorlauf- und Vorbereitungszeiten. Blocke dann jeden Werktag nach den Vorlesungen feste Zeitblöcke, die Dir erlauben, Dich kontinuierlich mit der Materie und den Arbeits- und Prüfungsthemen zu beschäftigen. Tipp: vergiss' auch nicht, Deine Studienunterlagen mit einem passenden System so zu ordnen, dass Dir keine wichtigen und prüfungsrelevanten Informationen abhandenkommen.

Das es reicht sich nur während der regulären Vorlesungen mit Deinem Studienfach zu beschäftigen, ist definitiv ein Irrglaube. Neben den studienbezogenen Arbeitsphasen solltest Du Dir aber auch tägliche Pausen- und Erholungszeiten einplanen sowie idealerweise auch Zeitfenster für sportliche Aktivitäten blocken. Jede Art von Sport eignet sich hervorragend, um den nötigen körperlichen Ausgleich zur anstrengenden Denkarbeit zu schaffen. Nicht unbegründet sagt man, dass Sport dabei hilft, den "Kopf frei zu bekommen". Ein weiterer Vorteil: im Unterbewusstsein kann so das neue Wissen verarbeitet, in den Kontext gesetzt und eingeordnet werden.

Ein weiterer Punkt für den Kalender: Soziale Kontakte knüpfen und pflegen und damit meinen wir explizit nicht, durch die Timeline Deiner Social Media zu scrollen, sondern im "Real Life" Menschen zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen. Unter Deinen Kommilitonen findest Du vergleichsweise schnell Kontakt, Du solltest Dich aber auch außerhalb dieser "akademischen Filterblase" bewegen, um neue Inspirationen aufzunehmen oder andere Perspektiven kennenzulernen. Wenn Du Dich an Deinem Studienstandort einem Sportverein beitrittst, schlägst Du also direkt zwei Fliegen mit einer Klappe.

 

Freizeit oder Studentenjob? Es geht auch Beides!

Wenn Du Dich entschieden hast, Dein monatliches Budget mit einem Nebenjob aufzubessern, können wir Dir nur empfehlen, nicht gleich die erstbeste und eventuell schlecht bezahlte Aushilfstätigkeit anzunehmen. Zum einen ackerst Du unnötig lange für vergleichsweise wenig Geld – zum andern verpasst Du auch noch die Chance, wertvolle fachspezifische Praxiserfahrungen zu sammeln.

Ein Job als Werkstudent oder Projektmitarbeiter bietet Dir die Möglichkeit, Mentoren für Deine Bachelor-/Master-Thesis zu gewinnen und Verbindungen zu knüpfen, die Dir bei der späteren Job-Suche ungemein nützlich werden können. Wenn Du stattdessen vormittags in der Vorlesung sitzt und danach direkt zu Deinem Arbeitsplatz als Hilfskellner, Call-Center-Agent oder Regaleinsortierer hetzt, um spät in der Nacht dann noch was für Dein Studium zu tun, ist der Studenten-Burn-out schon fast vorprogrammiert.

 

Versuche, nicht alle Probleme selbst zu lösen!

Hast Du Stress mit Deinen Profs, Fragen zu bestimmten Uni-Themen oder auch Schwierigkeiten mit regionalen Besonderheiten, solltest Du Dir Hilfe in Form von Ratschlägen bei der örtlichen Studentenberatung holen. Die Mitarbeiter kennen sich nämlich nicht nur mit akademischen Fragestellungen aus, sondern unterstützen Dich auch bei allen Stolpersteinen, die sich Dir in den Weg stellen. Im Zweifel hören sie Dir auch bei persönlichen Problemen geduldig zu – oder vermitteln Dich an Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen vor Ort. Je größer die Universitätsstadt, desto breitgefächerter stellt sich in der Regel auch das Beratungsangebot dar – wobei an kleineren Hochschul- oder Fachhochschulstandorten eine wesentlich familiärere Atmosphäre herrscht.

 

Mach' Dir einen Plan, um Deine Uni-Stadt besser kennenzulernen

Abgesehen von eventuellen Nebenjobs und den universitären Verpflichtungen – die Du ja nun mit einem stringenten und vorausschauenden Zeit-Management und dem passenden Ordnungssystem in den Griff bekommst, hast Du als Studierender üblicherweise keine weitergehenden Verpflichtungen. Daher solltest Du diese Zeit auch nutzen, Deinen Studienstandort zu "erforschen". Vergleichbare Gelegenheiten wirst Du eher selten haben, wenn Du erst voll im Beruf steckst und/oder mit der Familienplanung beschäftigt bist. Viele Alumni trauern der vergleichsweise lockeren und unbeschwerten Zeit nach – nutze also jetzt die verfügbaren Optionen und schau' Dir Deine temporäre Heimatstadt genauer an.

Die lokalen Studierendenberatungen halten ebenfalls Informationen bereit, was Du unbedingt gesehen oder erlebt haben solltest. Es wäre doch schade, diese Gelegenheit ungenutzt verstreichen zu lassen. Nicht selten haben besonders interessante oder sehenswerte Städte – und/oder deren Einwohnerinnen und Einwohner – Studierende so in ihren Bann gezogen, dass sie sich nach ihrem Studium dort dauerhaft niedergelassen haben. Ein spannender und einträglicher Studentenjob kann an einer diesbezüglichen Entscheidung ebenfalls erheblichen Anteil haben.

 

Fazit

Ob Du während Deines Studiums im Dauerstress hängen bleibst oder vergleichsweise entspannt auch noch neue Freunde gewinnen und die Umgebung kennenlernen kannst, hängt hauptsächlich von einer guten und vorausschauenden Strukturierung Deiner verfügbaren Zeit ab. Anstatt immer in letzter Sekunde Vollgas zu geben oder die wertvollen Stunden mit schlecht bezahlten Aushilfsjobs zu verschwenden, kannst Du es Dir ziemlich bequem machen, wenn Du mit angemessen dosierter Selbstdisziplin und Konsequenz Deine Ressourcen sinnvoll einteilst und Dir bei Problemen oder Fragen externe Hilfe holst. Die Studienzeit ist eine wirklich einmalige Phase im Leben, die man sich nicht mit vermeidbarem Stress kaputtmachen sollte. Wäre es nicht schön, mit einem Lächeln an diese Zeit zurückzudenken?

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