Talentsuche der Zukunft: Wie finden Firmen die richtigen Talente?!

verschiedene Talente

Der heutige Arbeitsmarkt gleicht einem „War for Talents“ – Die Unternehmen kämpfen um die besten Fachkräfte. Gibt es eine Strategie, mit der eine Firma besonders gut bei den jungen Talenten ankommt? Wir decken die verschiedenen Unternehmensstrategien auf und zeigen Dir, was dahinter steckt! Zudem geben wir Dir Tipps, wie Du Dich am besten präsentieren kannst!

Der Ausdruck „War for Talents“ ist alles andere als eine neue Begebenheit- bereits Ende der 90er Jahre wurde dem Begriff durch den Autor Steven Hankin seine heute gleichgebliebene Bedeutung verliehen. Generell umschreibt es den Prozess oder Wandel dahingehend, dass Unternehmen immer größere Schwierigkeiten haben, gutes Personal für ihre offenen Stellen zu finden. Berufe in der MINT-Branche (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Technik, Gesundheitswesen) sind besonders vom Fachkräftemangel betroffen.

 

Die nachwachsende Generation der Fachkräfte fordert New Work Modelle mit einer ausgiebigen Work-Life-Balance. Und genau bei diesen Ansprüchen kommt es oft bei einem möglichen Arbeitsverhältnis zu einem Konflikt: Den meisten Unternehmen fällt es sehr schwer, sich auf die neuen Bedingungen der passenden Kandidaten einzustellen. So kommt es in vielen Fällen nicht zu einer Übereinkunft.

Zwischen den 60er Jahren und 2009 war die deutsche Geburtenrate stark geschwächt. Dadurch, dass die noch geburtenreichen Generationen (vor 1960) allmählich in den Ruhestand gehen, liegt es auf der Hand, dass es nun an ausreichend Fachkräften mangelt. Es gibt schlichtweg weniger leistungsfähige Menschen die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Viele ‚High Potentials‘ sind durchaus bereit oder haben sogar den Wunsch in einem Unternehmen im Ausland zu arbeiten. Vor allem in der USA, aber auch bei unseren holländischen Nachbarn, passen die Arbeitsbedingungen oft zu ihren Anforderungen. Das führt dazu, dass deutsche Unternehmen nicht nur untereinander, sondern auch mit internationalen Firmen, um die Gunst der Fachkräfte kämpfen müssen.

Im Laufe der Zeit wird das Verlangen des Arbeitsmarkts nach niedrig qualifizierten Arbeitskräften immer geringer. Im Gegensatz dazu steigt der Bedarf an hochqualifizierten und ausgebildeten Bereichsexperten, die sich ständig weiterbilden.

 

Hat sich ein Interessent auf eine Stelle beworben, ist Schnelligkeit gefragt. Je schneller die Unterlagen gecheckt werden können, desto kürzer gestaltet sich die Wartezeit für den Bewerber. Wenn der gesamte Bewerbungsprozess besser optimiert ist, dann sind die Chancen deutlich höher, dass sich ein Bewerber für den Job entscheidet (da andere Unternehmen eventuell länger für eine Rückmeldung benötigen). Wichtig ist in diesem Zug auch, dass man sich permanent Feedback einholt. Sei es von erfolgreichen Rekrutierungen oder auch von Interessenten, die sich letztendlich gegen den Job entschieden haben. Nur durch ständige Anpassung und Suche nach Optimierungsmöglichkeiten kann gewährleistet werden, dass der Bewerbungsprozess den erschwerten Bedingungen entgegensteht.

Laut aktuellen Studien sind rund 84% der Erwerbstätigen in Deutschland nicht hundertprozentig zufrieden mit ihrem Job. Doch wirklich etwas daran ändern wollen und können die Meisten nicht, da es zu aufwendig oder das Risiko zu groß sei. In der HR-Branche nennt man diese Personen „passive Kandidaten“. Diese muss man gezielt ansprechen und ihnen das vorliegende Jobangebot schmackhaft verkaufen. Hier gilt nochmal besonders der Hinweis, dass man den Fachkräften bei ihren Wünschen entgegen kommen muss – ansonsten werden sie wohl kaum einen Jobwechsel in Betracht ziehen.

In einer Arena voller Unternehmen, die alle dasselbe Ziel verfolgen, muss man mutig sein! Kreativität und abwechslungsreiches Recruiting sollten an der Tagesordnung stehen. Die Personalmaßnahmen sollten im besten Fall auch immer einen Mehrwert für die Interessenten bieten. So können Unternehmen zum Beispiel durch attraktiv gestaltete Bewerber-Events alle Kandidaten persönlicher kennenlernen und diese von den besten Seiten der Firma überzeugen.

So gut wie alle Bewerber informieren sich, bevor eine Bewerbung überhaupt in Frage kommt, im Internet über die jeweilige Firma. In diesem Fall kann die ein oder andere negative Bewertung auf den gängigen Plattformen schon ausreichen, um den ersten positiven Eindruck zu zerstören. Deshalb sollte man immer darauf achten, dass regelmäßig auf die Kommentare auf solchen Plattformen eingegangen wird und diese somit „entkräftet“ werden. An dieser Stelle auch die Bitte an alle Jobsuchenden: Ein paar negative Kommentare heißen nicht immer, dass das Unternehmen schlecht ist – oft können diese auch von frustrierten ehemaligen Angestellten stammen!

Werden die Jobangebote lediglich an berufserfahrene Personen, also jene die sich bereits in einer festen Anstellung befinden, adressiert, so wird die Spanne für mögliche Bewerber immer kleiner. Im Gegensatz hierzu sollten Unternehmen schon frühzeitig mit der Rekrutierung beginnen, sich zum Beispiel an Schulen und Universitäten in der Umgebung bekannt machen, Werkstudenten einstellen und den jungen Leuten ein Gesicht hinter dem Firmenlogo geben. Die Erfahrung zeigt, dass viele Werkstudenten gerne nach ihrem Abschluss in ihrer Firma eine Festanstellung beginnen würden. Gibt es etwas Besseres, als die Leute die bereits bekannt mit dem eigenen Unternehmen sind, anzulernen? 

 

Initiative zeigen

Durch eine Initiativbewerbung kannst Du meist, im Vergleich zu den „normalen“ Jobausschreibungen, besser auf Dich aufmerksam machen und beweisen, dass Du wirklich Interesse besitzt. Es ist der erste Schritt, um sich von der Massenbewerbung auf eine Stelle hervorzuheben.

Live-Kontakt suchen

Viele Unternehmen findest Du auch auf Karrieremessen oder sie bieten Events in eigenen Firmenräumen an, die für Privatleute geöffnet sind. Dies sind gute Möglichkeiten, um erste Kontakte mit Mitarbeitern und Vorgesetzten zu knüpfen. So hast Du direkt die Möglichkeit Dich persönlich vorzustellen und all Deine Vorzüge zu präsentieren.

Social-Media-Kanäle überdenken

So wie Du Dich über die Unternehmen auf allen möglichen Websites und Plattformen informierst, werden sie das auch nach Deiner Bewerbung vornehmen! Du solltest also darauf achten, welches Bild Du von Dir auf Deinen Social-Media-Profilen vermitteln möchtest. Party- oder anzügliche Fotos sind nicht für jeden Personaler ein Highlight.

Vitamin B

Gibt es jemanden in Deinem Bekanntenkreis der in der Firma arbeitet oder jemanden dort kennt? Vitamin B ist immer noch eine effektive Möglichkeit, um an eine tolle Stelle zu gelangen. Nur keinen falschen Charme: Wenn Du den Job wirklich willst, solltest Du jede Chance wahrnehmen!

Selbstvermarktung

Marketing ist nicht nur etwas für die neue Energydrink-Sorte: Du musst Dich und Deine Fähigkeiten dem Unternehmen schmackhaft machen. Dabei ist es wichtig nicht zu übermütig zu werden und einen ausgeglichenen Mix zwischen Authentizität und Show zu bieten.

Generell gilt: Mach auf Dich aufmerksam! Lass Deiner Kreativität freien Lauf und überleg, mit welcher Bewerbung Du Deinen Traum-Arbeitgeber von Dir überzeugen kannst! Hast Du vielleicht schon mal daran gedacht, eine Bewerbung in Videoform einzureichen?

Tipps für eine kreative Bewerbungsmappe findest Du zum Beispiel hier.

Der „War for Talents“ kann für Unternehmen, wenn sie ihre Prozesse und Konzepte nicht überdenken, zum Risikofaktor werden. Für Arbeitssuchende und Absolventen kann dieses Szenario sogar einen riesigen Vorteil darstellen. Nach dem Abitur oder auch Studium-Abschluss hat man gute Chancen, die Ausbildung oder den Job zu ergattern, den man sich wünscht. Es liegt an Dir wie Du die heutige Marktlage für Dich nutzt!

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