Digital Natives auf Jobsuche: Wie Du Dich attraktiv darstellen kannst

Die Babyboomer gehen auf die Rente zu – dies wird ein großes Loch in die Personalbesetzung vieler Fachabteilungen von Unternehmen reißen. Somit sind die Unternehmen regelrecht darauf angewiesen, sich um die Rekrutierung von passenden Nachwuchskräften zu bewerben. In vielen Branchen hat sich das Blatt gewendet. Besonders in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik. Natur- und Ingenieurswissenschaften) herrscht Fachkräftemangel: Die Unternehmen müssen sich, um hier die Aufmerksamkeit zu erlangen und einen Kandidaten abwerben zu können, nach den Wünschen und Vorlieben der jungen Talente richten. Doch nicht immer kannst Du Dich darauf verlassen, dass Du keinen Finger für Deine Jobsuche rühren musst. Stattdessen ist es wichtiger denn je, dass Deine Sozialen Netzwerke sowie Businessplattformen auf dem neusten Stand sind. Damit Du Dich besonders attraktiv präsentieren kannst, zeigen wir Dir worauf es den Personalern wirklich ankommt.

Digital Natives

Digital Natives bedeutet übersetzt „digitale Eingeborene“ und steht für eine Person, die mit den digitalen Technologien aufgewachsen ist. Diejenigen, die erst im Erwachsenenalter in Berührung mit den Technologien kommen, nennt man „digitale Immigranten“.

Die Meisten nutzen täglich mehrere Stunden soziale Medien oder das Internet allgemein. Sie beschaffen sich ihre Informationen hauptsächlich über Online Kanäle. Auf die Einstellung bezogen, vertritt die Generation Digital Native untereinander komplett unterschiedliche Erwartungen an ihr Berufsleben, doch zwei Fakten haben alle gemeinsam:

  • Sie wünschen sich Freiheit bei ihrer Arbeit
  • Sie möchten einer sinnhaften Arbeit nachgehen

 

Bewerben im digitalen Zeitalter: Welche Anforderungen haben Nachwuchskräfte an ihre Arbeitgeber

Die Digital Natives nutzen in jeder Lebenslage ein anderes soziales Netzwerk. Auf privat genutzten Netzwerken möchten die wenigsten von Ihnen auf beruflicher Ebene kontaktiert werden. Zu diesem Zweck bevorzugen sie geeignete Business Netzwerke.

Mehr als die Hälfte der Studierenden bevorzugt es, wenn sie von Unternehmen direkt angesprochen werden – wichtig ist ihnen hierbei, dass sie eine möglichst individuelle Ansprache erhalten und der Kontakt langfristig bestehen bleibt.

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Klassische Bewerbungen schreiben und das Versenden via Mail sind bei dieser Zielgruppe nur noch ungern gesehen. Stattdessen möchte die Generation lieber ein ausführliches Profil auf einer dafür passenden E-Recruiting Plattform anlegen. Dies hätte einen Vorteil für beide Seiten: Die Bewerber haben einen einmaligen Aufwand um ein Profil anzulegen womit sie sich dann bewerben können. Auf der anderen Seite können die Personaler der Unternehmen direkt auf der Plattform nach passenden Kandidaten suchen und sie anhand von Filtern auswählen und direkt kontaktieren.

Stellenanzeigen sind nicht mehr das „non plus ultra“. Nachwuchskräfte nutzen diese dennoch weiterhin, besonders als Informationskanal, wobei ihnen die Punkte, wie die konkreten Anforderungen an den Bewerber sowie das, was ihnen das Unternehmen bieten kann, am wichtigsten sind.

Mit wachsender Berufserfahrung verschieben sich die Anforderungen: Studierende achten meist mehr auf Gehalt und Flexibilität, Berufserfahrene legen mehr Wert auf ein angenehmes Betriebsklima mit netten Kollegen, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie flexible Arbeitszeitenmodelle.

Nicht immer kannst Du Dich alleine darauf verlassen, dass Du keinen Finger rühren musst, um einen Job zu bekommen. Die oben dargestellte Situation beschreibt, wie sich die Unternehmen optimalerweise verhalten sollten, doch bei den meisten ist aktives Recruiting noch ein Fremdwort. Deshalb zeigen wir Dir, wie Du als Berufseinsteiger beim Personaler punkten kannst.

 

Qualifikation: Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung

„Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung“ – So heißt es jedenfalls oft in den Qualifikationsanforderungen für Junior-Jobausschreibungen. Für viele bedeutet dies bereits, dass man hier eine Bewerbung als Berufseinsteiger vergessen kann. Doch im Gegenteil: Von solchen Äußerungen solltest Du Dich nicht verunsichern lassen. Stattdessen solltest Du Dieser Vorgabe mit Selbstbewusstsein begegnen. Jeder besitzt in irgendeiner Art und Weise Berufserfahrungen, Du musst nur wissen, wie Du diese richtig präsentieren kannst. Uni-Projekte, ehrenamtliche Tätigkeiten, Praktika und auch Hobbys sind wertvolle Erfahrungsquellen. Fähigkeiten, die Du bereits erwerben konntest solltest Du deshalb unbedingt offensiv verkaufen.

Persönlichen Bezug herstellen

Wichtig bei Deiner Bewerbung ist und bleibt, dass Du eindeutigen Bezug zu der Stellenanzeige herstellst. Eine wichtige Aussage muss beim Personaler am anderen Ende der Leitung ankommen: ‚Mit der Aufgabenstellung der Stellenanzeige habe ich mich schon lange beschäftigt, ich kenne mich darin aus und ich traue mir das zu!‘

Vitamin-B

Weiterhin gelten persönliche Kontakte, die Du zum Beispiel bei einem Praktikum geknüpft hast oder über die Empfehlung von Bekannten, als eine wertvolle Möglichkeit für eine Bewerbung, die mehr Aufmerksamkeit erhält. Wenn Du bereits für ein Unternehmen gearbeitet hast und Dich dann für eine Vollzeitstelle dort bewerben möchtest, hat dies für beide Seiten deutliche Vorteile: Zum einen kennst Du Dich bereits dort aus, kennst die Kollegen, Arbeitsabläufe und weißt, was auf Dich zukommt. Die Firma spart sich das Onboarding und konnte Deine Arbeitsweise bereits kennenlernen.

Initiative zeigen

Statt stundenlang die Stellenbörsen zu durchforsten, kann es deutlich hilfreicher sein, wenn Du Dich initiativ auf eine mögliche Stelle bewirbst. So geht Deine Bewerbung in der Bewerbungsflut von verschiedenen Jobbörsen nicht unter und zeigt zudem, dass Du besonders interessiert an dem Unternehmen bist.

 

Fazit

Letztendlich ist das Wichtigste, dass Du Dir nicht den Mut nehmen lässt. In der Arbeitswelt ist es Gang und Gebe, dass man mehrere Anläufe braucht, bis eine passende Stelle gefunden ist. Auch kommt es des Öfteren vor, dass Firmen gar nicht erst auf Deine Bewerbung reagieren. Das ist selbstverständlich ärgerlich, sollte aber nicht an Deinem Selbstbewusstsein kratzen. Halte Dir immer vor Augen, dass kein Mensch irgendwelchen stigmatischen Qualifikationsforderungen in Stellenanzeigen entsprechen kann. Selbst wenn Du laut Bewerberprofil nicht zu 100% für einen Job geeignet sein sollst, kannst Du trotzdem die richtige Person für die Stelle sein. Letztendlich sind charakterliche Fähigkeiten immer noch deutlich ausschlaggebender als tolle ausgebildete Fähigkeiten. Weiterbildung ist ein großes Thema und viele Unternehmen sind bereit, in Dich und Deine Ausbildung zu investieren, wenn der Rest passt. 

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