Als Student zu Hause ausziehen – Eine wirkliche Alternative?

als Student zuhause ausziehen

Die Mietkosten am Studienstandort gehören für Studierende zu den Faktoren, die ihr tägliches Leben wohl mit am meisten beeinflussen. Neben echten – und langjährigen – Negativ-Spitzenreitern wie München, gibt es eine breite Schicht von Uni- und Hochschulstädten, die über einen bisher noch vergleichsweise "humanen" Mietspiegel verfügen. Nichtsdestotrotz ziehen auch an diesen Standorten die Preise kontinuierlich an. Viele Studierende überlegen daher, ob es nicht sinnvoller wäre, bis zum Bachelor- oder Master-Abschluss zu Hause wohnen zu bleiben. Wir haben einige Pro- und Contra-Argumente – und auch ein paar hilfreiche Tipps – zusammengetragen.

Die Immatrikulation stellt für viele Studierende nach dem (Fach-)Abitur einen weiteren wichtigen Einschnitt im Leben – und nicht selten die komplette "Abnabelung" vom Elternhaus – dar. Selbst wenn man direkt im Heimatort einen Studienplatz findet, wird dies verständlicherweise zum Anlass genommen, sich eine eigene "Studentenbude" oder ein Zimmer in einer WG zu suchen. Absolut nachvollziehbar: einerseits weicht der heutige Studentenalltag in der Regel sehr von den Vorstellungen der Eltern ab, andererseits benötigt man auch viel Ruhe für die Erledigung der Haus- und Semesterarbeiten. Zudem sollte man nicht gezwungen sein, Studienkollegen, Freunde oder Partner an den kritischen Augen der Eltern "vorbeischleusen" zu müssen.

 

Befindet sich der Studienstandort fernab der bisherigen Heimatadresse, gibt es für Studenten keine ernstzunehmende Alternative zum Umzug, ständiges Pendeln kostet Geld und Zeit – Ressourcen, die einem als Studienanfänger in der Regel nicht unendlich zur Verfügung stehen. Ist das Verhältnis zu den eigenen Eltern zusätzlich etwas angespannt, kann sich der Studienalltag hinzukommend unnötig kompliziert gestalten. Wer sich hingegen mit den Eltern bestens versteht, keine weiten Wege zur Uni, Fachhochschule oder Akademie zurücklegen muss und auch seine Privatsphäre klar abstecken kann, wird wahrscheinlich keine Notwendigkeit sehen, sich vom gewohnten Umfeld zu verabschieden.

 

Diese bis vor kurzem noch ziemlich folgerichtige Kategorisierung wird angesichts der ständig steigenden Miet- und Lebenskosten an den Studienstandorten mittlerweile immer brüchiger. Viele Studierende können es sich schlichtweg nicht leisten. In extrem beliebten Uni-Städten wie München, liegt der allgemeine Mietenspiegel bereits so hoch, dass selbst "fertigstudierte" Gut- und oder Doppelverdiener davon absehen, sich im Stadtgebiet der Isar-Metropole niederzulassen und in die "Suburbs" ausweichen. Für "normale" Studierende sind sogar kleinste WG-Räume mittlerweile kaum bezahlbar. An den "mittelpreisigen" Studienstandorten sieht es in der Regel zwar besser aus, die Lebenshaltungskosten steigen aber auch dort kontinuierlich an – die Mietkosten stellen ja eben auch nur einen Teil der Ausgaben dar, die jeden Monat bewältigt werden müssen. Schließlich willst Du ja nicht nur von Wasser und trockenem Brot leben. Um aber nicht bis zum Master-Abschluss oder bis zur Promotion im alten Kinder- oder Jugendzimmer ausharren zu müssen, haben wir nachfolgend ein paar Anregungen und Tipps gesammelt, die Dir vielleicht weiterhelfen könnten:

Studentenwerk, Studierendenwohnanlagen

Viele Studierende sind der Meinung, dass sie nur Anspruch auf ein Zimmer in einer Studierendenwohnanlage haben, wenn sie "von außerhalb" kommen. Dies ist aber in der Regel für die Zuteilung völlig unerheblich. Wesentlich relevanter sind die sogenannten "Härte-Faktoren" – wenn Dir Zuhause nicht der erforderlichen Platz oder die benötigte Ruhe zur Verfügung stehen, um Dein Studium angemessen fortführen zu können.

Als alleinerziehender Elternteil sollst Du natürlich auch die Möglichkeit haben, ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium anzutreten und abzuschließen. In besonderen Fällen ist es sogar möglich, dass (Ehe-)Partner mit in der Anlage wohnen können. Die Zimmer sind üblicherweise sehr begehrt, auch kann man in den Wohnanlagen nicht "bis in alle Ewigkeit" logieren, üblich sind Mietzeiten von 36 Monaten, Verlängerungen sind – abhängig von einigen Kriterien – aber durchaus möglich.

 

Unser Tipp: Sobald Du Dich mit infrage kommenden Fakultäten und Studienstandorten beschäftigst, solltest Du Dich auch zeitnah bezüglich der jeweiligen Studierendenwohnanlagen, den entsprechenden Vergabekriterien und den Anmelde- und Wartefristen informieren.

Mietvertrag mit den Eltern abschließen

Sofern Du Dich entscheidest, zu Hause wohnen zu bleiben, bietet es sich unserer Erfahrung nach unbedingt an, mit den Eltern klare Absprachen und die dazugehörigen "roten Linien" zu vereinbaren. Natürlich kannst Du Deine Eltern für die "neue Freiheit" auch entsprechend entlohnen. Wer von Anfang an ganz konkrete Vereinbarungen trifft, "No-Gos" definiert und schriftlich dokumentiert, bietet auch den Eltern eine berechenbare Basis für das zukünftige Zusammenleben. Oftmals durchkreuzen die Eltern nicht aus "reiner Gehässigkeit" Deine Privatsphäre– sondern aus Ahnungslosigkeit, die sehr oft in Kombination mit gutem Willen auftritt.

 

Unser Tipp: Schnapp' Dir einen herkömmlichen Untermietvertrag und schreib' ihn für Deine Zwecke um. Deine Eltern können sich dann an einer klaren und vertrauten Richtlinie orientieren.

Nebenjob suchen

Wenn Du partout nicht auf den besonders "hochpreisigen" Studienstandort UND eine eigene Studentenwohnung verzichten kannst oder willst, bleibt Dir oftmals nichts anderes übrig, als Dir einen möglichst lukrativen Studentenjob zu suchen. Dabei solltest Du aber unbedingt darauf achten, dass Du Deine wertvolle Zeit nicht unter Wert mit einem reinen Aushilfsjob als Kellner, Tellerwäscher, Call-Center-Agent, Bauhelfer oder Regalbeschicker für vergleichsweise wenig Geld "zum Markt trägst". Zudem bringen Dich diese unqualifizierten Nebenjobs auch fachlich nicht weiter. Um Zeit, Mühe und Kosten bei der Recherche passender Positionen zu sparen, empfehlen wir Dir natürlich die Suche über univativ. Hier findest Du Jobs, die Dich gleich dreifach voranbringen – ganz abgesehen von der Möglichkeit, Dir an Deinem präferierten Studienstandort eine eigene Wohnung leisten zu können: Zum Einen erhältst Du für weniger Zeitaufwand üblicherweise mehr Geld – und musst so nicht mehr jeden Euro dreimal umdrehen. Zweitens sammelst Du wertvolle Praxiserfahrungen, die Dir nach Deinem Bachelor- oder Masterabschluss bei der Jobsuche nicht selten direkt auf die Pole-Position der Personalverantwortlichen bringen. Drittens lernst Du in der Regel zahlreiche Entscheider und potentielle Mentoren kennen, die Dir bei der Erstellung Deiner Bachelorthesis hilfreich zur Seite stehen – und auch nicht selten als spätere "Türöffner" Deine Karriere enorm unterstützen können.

 

Unser Tipp: Melde Dich direkt bei univativ an – schneller und bequemer kommst Du nicht zum fachlich und finanziell interessanten Studentenjob.

Fazit

Du musst nicht mehr "auf Teufel komm' raus" zu Hause wohnen bleiben – selbst wenn Du Dich an einem "Luxus"-Studienstandort wie München immatrikuliert hast. Nichtsdestotrotz solltest Du Dir frühzeitig Gedanken machen und Dich umfassend informieren. Entscheidest Du Dich, weiter mit Deinen Eltern unter einem Dach zu wohnen und zu leben, solltet Ihr klare Absprachen treffen. Ansonsten bleiben Unstimmigkeiten oft nicht aus…

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