20 Tipps, die Dir zu einem minimalistischen Leben verhelfen

[Translate to CH:] minimalistische Wohnung

“Mehr ist Mehr” - jedenfalls wenn es nach den Besitztümern eines durchschnittlichen deutschen Bürgers geht. Ob diese ganzen Gegenstände und Konsumgüter aber wirklich erfüllen und glücklich machen bleibt fraglich. Ist ein minimalistisches Leben vielleicht die Lösung für das Streben nach mehr? Fakt ist: vieles, was wir besitzen, benötigen wir eigentlich gar nicht. Entdecke 20 Tipps für mehr Minimalismus im Alltag und verleihe Deinem Konsum mehr Wert.

Minimalismus – was ist das eigentlich?  

Minimalismus ist ein Lebensstil und steht für bewussten Verzicht. Ziel eines minimalistischen Lebens ist es, Platz für das Wesentliche zu schaffen und sich dem eigenen Ballast zu entledigen. Jeder von uns kann dabei seinen Ballast definieren: sei es materieller Konsum, Beziehungen oder unnötige Angewohnheiten. Schon mit wenigen Umstellungen und kleinen Tipps wird es Dir gelingen in kürzester Zeit bewusster zu leben und zu konsumieren.  

 

Wie wirkt sich Minimalismus auf Dein Leben aus?  

Gelebter Minimalismus bringt viele Vorteile für Deine Gesundheit und Dein Leben. Zum einen kannst Du dadurch Deinen Stress enorm reduzieren, erhälts mehr Platz, Zeit und vor allem Geld.  

Weniger Stress – wie soll das denn gehen? Ganz einfach! Die heutige Zeit ist getrieben von neuen Gadgets, Klamotten und Konsumgütern. Angetrieben durch die hohe Nachfrage der Konsumenten steht die Wirtschaft unter Dauerstrom. Durch diesen Konsumwahn entsteht eine materielle Belastung, an der die meisten Menschen bewusst oder unbewusst leiden. Ein neues iPhone ist auf dem Markt, Nike hat schon wieder einen noch besseren Sneaker entworfen und das Sofa passt schon gar nicht mehr zur aktuell angesagten Einrichtung – kommt Dir bekannt vor? Was dabei entsteht ist Stress ausgelöst durch hohen Druck. Druck, immer auf dem neusten Stand zu sein und die Angst etwas zu verpassen und eventuell von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Doch für was machen wir das eigentlich alles? Was ist der Mehrwert, der dadurch entsteht? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns nur selten, wenn wir wiedermal etwas Neues kaufen.  Deshalb solltest Du Dir bei jeder Neuanschaffung die Goldene Minimalismus Regel vor Augen halten: 

“Does this thing add value to my life?” (Führt dieses Ding meinem Leben einen Mehrwert hinzu) 

 

Deine Vorteile auf einen Blick 

Freiheit – Mit einem minimalistischen Lebensstil erhältst Du mehr Freiheit für die schönen Dinge im Leben. Wer sich ständig neue Konsumgüter kaufen möchte, muss diese eben auch bezahlen. Dafür üben viele einen Job aus, der ihnen gar nicht richtig Spaß macht und mit vielen Überstunden verbunden ist. Weniger Konsum = Job mit weniger Gehalt, der Dir Spaß macht und weniger Zeit von Dir fordert = Mehr Freiheit. Statt Deine wertvolle Zeit mit Gegenständen zu verbringen, nutze sie für Momenten, an die Du Dich noch lange erinnerst. 

Mehr Ordnung – Wer weniger Gegenstände besitzt, hat automatisch eine bessere Ordnung. Die ewige Suche nach dem Lieblingspulli oder der Handtasche gehören der Vergangenheit an. Zudem leidet oft die Konzentration unter der vollgestellten und dekortierten Wohnung. Eine minimalistisch eingerichtete Wohnung verschafft Dir somit also auch mehr gedankliche Klarheit. 

Geld – Wer weniger ausgibt, spart Geld. Das liegt auf der Hand. Dieses Geld kannst Du, in Kombination mit Deiner gewonnenen Freiheit, dann zum Beispiel für Reisen und Erlebnisse ausgeben, die Dir einen wirklichen Mehrwert und Erinnerungen verschaffen. 

 

Diese Tipps verhelfen Dir zu einem minimalistischen Leben 

Kategorie: Kleiderschrank 

“Der Trend von heute ist der Müll von morgen” 

  1. Alles raus aus dem Kleiderschrank und ab aufs Bett. Dieser Vorgang wird Dir schnell aufzeigen, dass Du im absoluten textilen Überfluss lebst, obwohl Du immer denkst “Ich habe gar nichts zum Anziehen”. 

  2. Mache gedanklich (oder mithilfe von Boxen) 4 Stapel: 1.Behalten, 2.Vielleicht, 2.Saisonal, 4.Weg.  Auf den ersten Stapel kommen wirklich nur die Kleidungsstücke, die Du liebst – Keine Kompromisse! Alle Teile, von denen Du Dich nicht direkt trennen kannst, kommen in die Vielleicht-Ecke, die anderen beiden Möglichkeiten sollten klar sein. 

  3. Die Klamotten vom Behalten-Stapel wandern zurück in den Kleiderschrank. Jetzt wird Dir vielleicht zum ersten Mal richtig bewusst, in welchem Kleidungsstil Du Dich wirklich wohlfühlst. Die Vielleicht-Teile wandern in einer Kiste in den Keller oder in die Abstellkammer – Hauptsache außer Sichtweite. Wenn Du in den kommenden 3 Monaten etwas aus der Kiste vermissen solltest, darfst Du es zurück in den Kleiderschrank hängen. 

  4. Die Weg-Kiste wird verschenkt, verkauft oder getauscht. Wichtig: Bitte nicht in den Müll! Selbst ausgetragene Kleidung kannst Du noch zu Putztüchern oder Ähnlichem verwerten. 

  5. Halte Dir Deinen Stil vor Augen und achte bei Deinem nächsten Einkauf darauf, ob Du Dich in der Klamotte wirklich wohl fühlst und ob sie zum Gesamtbild Deines Kleiderschranks passt.  

Von Quantität und Modedruck zu Qualität und Wohlfühlfaktor. Weniger ist tatsächlich mehr. Nun hast Du mehr Geld zur Verfügung, um Dir wirklich qualitativ hochwertige und faire Kleidung zu kaufen, die Du liebst!  

Kategorie:  Einrichtung 

  1. Ausmisten: Eine Woche lang gehst Du jeden Tag mit einem Korb/einer Kiste durch Deine Wohnung (am besten arbeitest Du Dich von Zimmer zu Zimmer) und entfernst alle Gegenstände, die Du nicht benutzt, nicht magst oder die Dir unnötig Platz rauben. Du wirst sehen, wie viel Kram nach ein paar Tagen zusammenkommt. 

  2. Trenne Dich von Dekoartikeln und schaffe Klarheit auf Oberflächen. Oft bekommt man Deko-Artikel geschenkt, die einen mehr oder weniger passenden Platz finden und teilweise nicht zum Einrichtungsstil passen. Auch hier ist weniger mehr – behalte nur die Dekoartikel die Dir wirklich gefallen und versuche alle Oberflächen, wie Sideboards, Fensterbänke und Kommoden so clean wie möglich zu halten. Diese sorgen für die nötige Klarheit in Deinen Gedanken. 

  3. Bewusstes und qualitatives Konsumieren. Es ist ein Fakt, dass Personen die günstig einkaufen häufiger einkaufen. Achte bei Deinen Möbelstücken auf Qualität und hochwertige Materialien. Du wirst sehen, dass Du viel länger etwas davon haben wirst! 

  4. Regelmäßig aufräumen und entrümpeln. Schnell sammeln wir unnötigen Kram in der Wohnung an, deshalb ist es wichtig, dass Du regelmäßig für Ordnung sorgst und einen Überblick über Deine Gegenstände hast. Wiederhole Taktik aus Tipp 1 einfach immer wieder! 

  5. Achte bei Deiner Einrichtung auf klare Linien und Formen sowie auf helle Farben. Lass Deiner Persönlichkeit und Deinen Gedanken den Raum, den vorher die vielen Möbel eingenommen haben. Du wirst schnell merken, wie sich die hellen Farben auf Deinen Gemütszustand auswirken werden.  

Kategorie: Arbeit 

  1. Nur das nötigste: Dasselbe was für Deine Wohnung gilt, ist auch im Büro angesagt. Keiner braucht 10 verschiedene Kugelschreiber, 3 Blöcke und 4 Handcremes. Reduziere Deine Utensilien auf das, was Du wirklich benötigst.  

  2. Ordnung am Arbeitsplatz sorgt für Ordnung im Kopf. Verlasse Dein Büro immer ordentlich.  

  3. Melde Dich von Newslettern ab! Oftmals sammeln sich über die Jahre einige Newsletter an, die den E-Mail-Account belasten. Weniger E-Mails = Mehr Klarheit und mehr Motivation die Arbeit anzugehen.  

  4. Visuellen Müll reduzieren. Poster, angepinnte Auszüge von alten Projekten oder Werbegeschenke der letzten Veranstaltungen: Weg damit! Diese Gegenstände bieten laufend Potential für Ablenkung. Ersetze Sie durch eine Pflanze und ein schönes hochwertiges Bild an der Wand. 

  5. Digitalisiere Deine Dokumente. Weg mit den ganzen Akten, Papierstapeln und Post-ist. Heutzutage gibt es für alles eine digitale Alternative! 

Kategorie: Allgemein 

  1. Streich das Wort “irgendwann” aus Deinem Wortschatz.“ Irgendwann werde ich die Bluse wieder anziehen”, “Irgendwann finde ich sicher Zeit das Buch zu lesen”. Sei ehrlich zu Dir selbst – Wirst Du oder wirst Du es nicht tun? Gestehe Dir ein, wenn es nicht so ist und nutze es als Chance für Dich selbst. 

  2. Geh einfach mal zu Fuß. Minimalistischer geht es nicht: Kein Ärger über den Verkehr, Du brauchst keinen Strom und keinen Sprit und kannst Dich einfach mal nur mit Dir selbst beschäftigen. 

  3. Koche mit frischen und regionalen Lebensmitteln ohne Schnickschnack. “Echtes” Essen braucht keine Zusätze. So zieht der Minimalismus auch in Deine Küche ein! 

  4. Raus aus der Stadt. Weg von der Stadt bedeutet gleichzeitig Ausweg vom Überfluss. Schnell wird Dir klar, dass auf dem Land noch eine andere Dynamik herrscht. Hier geht es weniger um Konsum und Vergleich – es geht um die Natur und den Genuss. 

  5. Repariere selbst. Minimalismus heißt nicht nur weniger, sondern auch länger. Versuche Dinge, die kaputt gegangen sind zu reparieren und sie so länger zu nutzen. 

 

Wie Du vielleicht siehst, bedeutet ein minimalistisches Leben nicht nur der Verzicht auf Dinge. Vielmehr geht es darum, Dein Bewusstsein zu schärfen und Dich mehr mit Dir und Deinen Wünschen auseinanderzusetzen. Richte Dich weniger nach anderen und höre auf Deine innere Stimme: Brauche ich das wirklich?  

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